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Diese Seite wurde von Schülern der Klasse IT09-G des Heinz-Nixdorf Berufskollegs der Stadt Essen erstellt.

Diese Seite ist ein Teil des Schulreferats der Evangelischen Kirche in Essen.
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Erlöserkirche - Holsterhausen PDF Drucken


Die Kirchenerkundung

1. Schritt - Kirchenerkundung mit Foto-Suche:

Es werden ca. 20 Fotos mit Detailaufnahmen von der Kirche (außen und innen) laminiert und in die Kreismitte gelegt. Jede und jeder darf sich in Ruhe (möglicherweise mit Musikbegleitung) ihr / sein Bild heraussuchen. Jede/r zeigt anschließend sein Foto, beschreibt es und erklärt, warum sie / er genau das Bild ausgesucht hat. Bereits im Kreis wird überlegt, welches Bild ein Detail in dem Gebäude und welches etwas von außen zeigt.

Dann gehen alle zusammen los und suchen nacheinander die abgebildeten Details (kein Wettbewerb!). Alle helfen und suchen mit. Wird das Detail gefunden, überlegen die Jugendlichen, aus welcher Perspektive heraus das Foto aufgenommen wurde.

Es geht auch darum, sich in dem Gebäude zu orientieren: Welche Räume liegen übereinander, welcher Raum liegt hinter welcher Außenwand?

Abschließend versammeln sich alle noch einmal im Kreis und melden ihren Eindruck zurück: Was hat mir hier am Besten gefallen? Was hat mich am meisten überrascht?

2. Schritt - Die Wüstenwanderung:

Der Raum ist orientalisch gestaltet, es läuft arabische Musik, rund um eine Mitte mit bunten afrikanischen Stoffen sind Decken und Kissen gelegt, auf die sich die Jugendlichen setzen. Die Gruppenleitung hat Kaftans an und serviert zur Einstimmung ein heißes Glas gesüßten Pfefferminztees.

Das Essen (Fladenbrot, Hackfleisch- und Falafelbällchen, Kichererbsenmus, Schafskäsecreme, Nüsse und getrocknete Früchte) wird in Schalen in die Mitte gestellt, so dass jede/r sich bedienen kann. Alle bekommen eine kleine Schale aus Palmblätter (beim DW-Shop zu bekommen) als Teller.

Nach dem Essen gibt es eine kleine Einführung in „Wüstengegenstände“:

  • die Schale, die man in der Wüste dabei hat, um Wasser sammeln zu können, wenn es regnet
  • den Stab, den man zum Wandern braucht, der aber auch dabei hilft, sich gegen Schlangen zu verteidigen
  • die Tücher und Gewänder als Schutz gegen Sonne und gegen die Kälte in der Nacht
  • die ausgehöhlten Kürbisse als Schüsseln und Schalen
  • die Rasseln, um abends am Lagerfeuer Musik zu machen

Es schließt sich ein kleiner Spaziergang (eine kleine Wüstenwanderung) mit langen Stöcken an:

1. Halt beim Sandkasten des Spielplatzes: Dort sind im Sand große Steine versteckt, die mit den Stöcken gefunden werden müssen. Die Erklärung dazu: Steine sind in der Wüste wichtig. Kleine Steine (oder Kerne) werden im Mund gelutscht, um immer genügend Speichel zu produzieren.

2. Halt bei einem großen Topf mit Wasser auf dem Weg. Jede/r kann mit der Schale, die er mitgenommen hat, etwas klares Wasser schöpfen und trinken.

Die Wanderung endet in einer Oase: Es gibt einen Stuhlkreis im orientalisch geschmückten Kirchraum: Endlich angekommen!

Je nach zeitlichem Spielraum kann man hier:

- eine Fußwaschung oder eine –massage für die müden Füße machen

- Lieder singen, so wie abends im Beduinenzelt (z.B. Sana sannanina)

- Rückblick auf die Wanderung und die Wüstensituation

- Kleine Fantasiereise, um wieder aus der Wüste zurückzukehren.

Im Kreis beschließen wir das Treffen gemeinsam und verbeugen uns voreinander (so wie es in der Wüste üblich ist).

3. Schritt: Wüstensituationen im eigenen Leben:

Die Gruppe trifft sich wieder in dem orientalisch gestalteten Kirchraum: In der Mitte liegen verschiedene Bilder von der Wüste. Es soll an die Erlebnisse vom letzten Treffen erinnert werden. Mit einem Gespräch darüber beginnt das Treffen.

Dann findet der inhaltliche Transfer statt: Wann fühlt sich das Leben so wie in der Wüste an? Welche Wüstenerfahrungen habe ich in meinem Leben bereits erlebt? Wann wird mir das Leben mühsam und schwer?

Aber auch: Was hilft mir auf meiner Wüstenwanderung? Was sind meine Oasen?

Nach einer Pause gehen die Jugendlichen mit dem Auftrag im Raum herum, sich die Fenster, die Decke und die Form der Kirche einmal genauer anzuschauen: Was fällt auf, was ist besonders? An was erinnert mich die Form des Kirchraums?

Die Auflösung wird im Gespräch erarbeitet: Die Kirche soll an ein Zelt erinnern. Der Eingang ist wie ein Zelteingang, die schrägen Seitenwände wie die abfallenden Seiten eines Zelts, der „Knick“ in der Decke erinnert an die obere Kante eines Zelts. Nichts ist in dieser Kirche fest eingebaut: Alles ist beweglich und kann mitgenommen werden. Es gibt keine Stufen, alles ist ebenerdig – als ob alles auf ebenem, sandigen Boden steht. Durch die großen Fenster macht die Kirche einen offenen, luftigen Eindruck.

Warum ist diese Kirche wohl als Zelt gestaltet worden? Ideen dazu werden gesammelt und auf kleine Kärtchen geschrieben.

(Mögliche Antworten:

- Leben bedeutet auf dem Weg zu sein. Man bleibt nie am gleichen Punkt im Leben stehen. Die Geschichte von der Wüstenwanderung des Volks Israel erinnert uns daran, dass Gott mit uns geht und uns durch das Leben begleitet.

- Das Zelt ist ein Schutzraum gegen Wind und Kälte. Dorthin kann man sich zurückziehen. Auch die Kirche kann ein Schutzraum sein, wohin man sich zurückziehen kann.

- Das Zelt dient als Treffpunkt, an dem man sich versammeln kann und miteinander ins Gespräch kommen kann. Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen und als Begegnungsort.

- Im Zelt (wie in einer Oase) wird man gestärkt: Man findet Ruhe und Stärkung, um sich dann weiter auf den Weg machen zu können. Auch der Gottesdienst ist ein Ort der Stärkung, von dem aus wir uns wieder in unseren Alltag aufmachen.)

Den Abschluss dieses Treffens bildet eine kleine meditative Körperübung: Hier in der Kirche werde ich gestärkt. Gott füllt meine Hände. Er gibt mir das, was ich zum Leben brauche. Dazu schließt jede/r die Augen und hält die geöffneten Hände wie eine Schale vor sich.

 
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